GODZILLA VS. MEGAGUIRUS
(2000)
GOJIRA X MEGAGUIRUS
Regie: Masaaki Tezuka
Buch: Hiroshi Kashiwabara, Wataru Mimura
Musik: Michiru Oshima
Special Effects: Kenji Suzuki
Darsteller: Misato Tanaka (Kiriko Tsujimori), Shosuke Tanihara (Hajime Kudo), Masato Ibu (Motohiko Sugiura), Yuriko Hoshi (Yoshino Yoshizawa), Toshiyuki Nagashima (Takuji Miyagawa), Koichi Ueda (Regierungsbeamter), Koichi Yamadera (Kinder-TV-Moderator), Yusaku Yara (Erzähler), Tsutomo Kitagawa (Godzilla), Minoru Watanabe (Megaguirus)
Inhalt:
Nachdem Godzilla 1954 erstmals Tokio angegriffen hat, ist er 1966 wieder in Japan aufgetaucht, um das erste Atomkraftwerk in Tokai zu zerstören. Daraufhin spezialisierte sich Japan auf saubere Energie anstatt auf Radioaktivität. 1966: Durch ein Leck in der "Clean Energy Factory" in Osaka wird Godzilla jedoch erneut angelockt. Beim Kampf einiger Soldaten gegen das Monster kommt der Ausbilder der Soldatin Kiriko Tsujimori ums Leben. Present Day: Tsujimori ist inzwischen Leiterin der Spezialeinheit Anti-G und hat sich in den Kopf gesetzt, an Big G Rache für ihren getöteten Ausbilder zu nehmen. Der neuste Plan von Anti-G sieht vor, Godzilla in einem schwarzen Loch verschwinden zu lassen. Dazu wird der Technikspezi Hajime Kudo von Tsjimori rekrutiert. Beim ersten Test der "Dimension Tide", der Waffe, die das schwarze Loch herstellt, entkommt jedoch ein Rieseninsekt aus einer anderen Dimension in unsere Welt und legt ein Ei ab. Ein kleiner Junge findet das Ei und nimmt es mit nach Tokio, wo er es schließlich in einen Abwasserkanal schmeißt. Nur kurze Zeit später ist Tokio fast vollständig überflutet. Aus dem einen Ei haz sich schließlich eine ganze Armada von gut zwei Meter großen Fluginsekten gebildet. Die "Dimension Tide" wird inzwischen ins Weltall befördert, um von dort aus auf Godzilla zu schießen. Auf einer einsamen Insel soll der gewagte Plan in die Tat umgesetzt werden. Dummerweise kommen die Insekten dazwischen, und die Dimension Tide schießt daneben. Die Insekten, die als "Meganula" identifiziert wurden, fliegen wieder nach Tokio, wo sie sich zu einem einzigen, riesigen "Megagiras" zusammenschließen. Auch Godzilla taucht in Tokio auf, es kommt zum Kampf der Kreaturen. Godzilla kann Megagiras besiegen, anschließend gelingt es dank eines tapferen Eingreifens von Tsujimori, erneut mit der Dimension Tide auf Godzilla zu schießen. Aber auch diesmal wird es nichts - der König der Monster ist unbezwingbar!
Kommentar:
Megaguirus ist etwas einfallsreicher als der vorhergehende Film und aus diesem Grund auch bedeutend stimmungsvoller. Am Anfang werden Szenen aus dem ersten Godzilla-Film mit dem neuen, dem "Millennium-Godzilla"-Anzug nachgestellt, was wirklich schön aussieht. Die Szene, in der Big G das Atomkraftwerk angreift, sieht fast haargenau so aus wie eine vergleichbare Szene in Godzilla - Die Rückkehr des Monsters (1984). Die Meganula erinnern stark an die Destroyer-Krabbelmonster aus Godzilla vs. Destroyer (1995). Megagiras sieht zwar nicht ganz so cool aus wie das Monster Orga aus Godzilla 2000 Millennium, dafür hat es gebührend viel Screentime. Der Endkampf der Monster ist sehr originell gefilmt, so einen speziellen Einsatz von Zeitlupe wie hier gab es bis jetzt noch in keinem Godzilla-Film. Sehr gut ist auch die Musik von Michiru Oshima, der gar nicht erst versucht, den Maestro Ifukube zu kopieren, sondern ein funkelnagelneues, nicht minder bedrohliches Godzilla-Thema geschaffen hat. Der Film erschien 2006 bei "Splendid-Film" auf DVD.