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GODZILLA 2000 - MILLENNIUM

(1999)

GOJIRA NI-SEN MIRENIAMU

Regie: Takao Okawara

Buch: Wataru Mimura, Hiroshi Kashiwabara

Musik: Takayuki Hattori

Special Effects: Kenji Suzuki

Darsteller: Takehiro Murata (Prof. Yuji Shinoda), Hiroshi Abe (Mitsuo Katagiri), Naomi Nishida (Yuki Ichinose), Mayu Suzuki (Io Shinoda), Shiro Sano (Prof. Shiro Miyasaka), Koichi Ueda (Soldat), Shelley Sweeney (Reporter), Norman England (Kaukasischer Mann), Tsutomu Kitagawa (Godzilla), Makoto Ito (Orga), Takeshi Obayashi, Shiro Namiki, Sakae Kimura, Bengal, Kenichi Nagira, Kenichi Ishii, Yoshimasa Kondo, Yoshiyuki Omori, Masahiko Nishimura, Satomi Achiwa, Denden, Atsuko Kohata, Yutaka Matsushige, Dangerous, Daisuke Ishizuka, Toshihiko Sakakibara, Yoshikazu Ishii, Terumi Yoshida

Inhalt:

Der Wissenschaftler Prof. Yuji Shinoda, der Begründer des "Godzilla-Networks" stellt in Nemuro, das auf der japanischen Insel Hokkaido liegt, mit seinem Seismograph Godzilla-Aktivität fest. Shinoda und seine klugschwätzende Tochter Io, unter deren Fuchtel der Forscher scheinbar steht, haben einen Deal mit der Reporterin Yuki Ichinose, die Bilder von Godzilla machen will, und müssen das nervige Fräulein deswegen bei sich ertragen.

Inzwischen bekommt ein Leuchtturmwärter über Funk die Meldung, dass ein Schiff verschütt gegangen ist - dieses bekommt der Mann auch gleich zu sehen, es befindet sich allerdings nicht, wie es sich gehört, im Wasser, sondern zwischen den Kiefern eines riesigen Sauriers - Godzilla! Der Leuchtturmwärter hat jedoch mehr Glück als Verstand und entkommt vor Big G, obwohl er dabei fast von einem Mast erschlagen wird, den der Saurier umhaut. Das reicht Godzilla aber noch längst nicht an Rampage, und er beginnt nun, Nemuro dem Erdboden gleichzumachen.

Shinoda, Io und Yuki fahren mit ihrem Auto durch einen Tunnel, müssen jedoch feststellen, dass am anderen Ende die Straße weg ist - der Täter Godzilla lunst auch gleich mal ins Innere des Autos und zerstört, nachdem Yuki ihn mit einem Blitzlichtfoto erschreckt hat, mit seinem Gebrüll die Fensterscheibe. Shinoda legt den Rückwärtsgang durch den Tunnel ein, aber Godzilla marschiert einfach kaltlächelnd durch den darüberliegenden Hügel hindurch und zertrampelt fast das Auto.

Nun lernen wir erstmal den üblen Typen dieses Films kennen, einen Kerl namens Katagiri, der nicht nur Vizechefs des Kaznleramtes ist, sondern auch noch Chef der Nachrichtenabteilung der Krisenkontrollbehörde (CCI). Katagiri, der ein bekennender Godzilla-Hasser ist, wird bei einer Feier von seinem Untergebenen Prof. Shiro Miyasaka gestört, der ihn darüber in Kenntnis setzt, dass Big G in Nemuro wütet. Peinlicherweise ist es dort für einen militärischen Angriff jedoch zu neblig.

Shinoda, Yuki und Io sind Godzilla inzwischen immer noch auf den Fersen und beobachten, wie das Monster ein Kraftwerk zerstört.

Unterdessen stößt ein U-Boot, zu dessen Besatzung auch Prof. Miyasaka gehört, auf der Höhe der Ibaraki-Präfektur im Japangraben auf ein seltsames, steinernes Objekt von riesigen Ausmaßen, das ein Meteor zu sein scheint.

Yuki bekommt derweil einen Anpfiff von ihrem Redakteur, da die Bilder, die sie von Godzilla geschossen hat, dank der Radioaktivität des Riesensauriers unbrauchbar geworden sind. Also muss sie sehr zu ihrem Bedauern wieder Shinoda und Io auf deren Abenteuern begleiten, um neues Bildmaterial zu bekommen.

Wenig später ist Yuki dann im Haus des Godzilla-Networks, dem, wie spätestens jetzt klar wird, eigentlich nur Shinoda und Tochter angehören. Yuki muss sich von Io, die die Finanzen des Networks regelt, erzählen lassen, dass sie, falls sie weiterhin an den Fahrten teilnehmen will, Mitglied im Network werden muss - und dafür ist eine recht stattliche Summe zu bezahlen.

Derweil beschließt Katagiri, dass der vermeintliche Meteor geborgen werden soll, da er angeblich wichtige Informationen zur sauberen Energiegewinnung enthalten könnte. Mit Ballons, die an dem Felsbrocken befestigt werden, soll dies bewerkstelligt werden, doch zur Überraschung aller steigt der Meteor schneller als die Ballons an die Wasseroberfläche und bleibt dort erstmal in Ruhe.

Shinoda erhält indes einen Anruf von einem Informanten, der ein Erdbeben registriert hat, dessen Epizentrum sich nach Süden bewegt - das kann natürlich nur Godzilla sein! Also packen Shinoda und Io ihre benötigte Ausrüstung ins Auto und informieren Yuki per Anruf, dass es es jetzt wieder losgehen kann.

Während Katagiri und Miyasaki ehrfurchtsvoll von ihrem Schiff aus den auf der Wasseroberfläche schwimmenden Meteor anstarren, der angeblich um die 70 Millionen Jahre da unten in der Tiefsee herumgelegen ist, erhält Katagiri ebenfalls die Nachricht, dass Godzilla wieder auf dem Vormarsch ist: Auf seinem Weg liegt dummerweise ein Kraftwerk in Tokai. Katagiri funkt aber die zuständigen Leute an, so dass das Kraftwerk abgeschaltet wird.

Anschließend sucht Katagiri Shinoda und seine beiden Begleiter auf. Nun wird klar, dass Shinoda einmal in der Nachrichtenabteilung des CCI gearbeitet hat, er es aber dann verlassen hat, weil er der Meinung war, dass Godzilla erforscht werden müsse und nicht getötet werden dürfe - eine Einstellung, die Katagiri nicht teilt.

Inzwischen setzt sich der Meteor, offenbar durch das Sonnenlicht beeinflusst, in Bewegung, dreht sich um seine Achse und bleibt in senkrechter Lage stehen.

Derweil wird das Militär an dem Fluss, an dem Godzilla vermutlich in Kürze auftauchen wird, mobilisiert: Sogenannte "Blastbomben" sollen gegen das Monster eingesetzt werden, wenn es sich dem Kraftwerk weiter nähert. Vorher aber will das Militär seine neuen "Blue Metal"-Raketen, die angeblich jedes Material durchbohren können, gegen Godzilla einsetzen.

Durch die Explosion von Wasserminen wird das Kommen des Riesensauriers nun angekündigt. Eine Kampfhubschrauberstaffel nimmt den Kampf gegen Godzilla auf. Eine Blastbombe explodiert, als Big G sich weiter dem Kraftwerk nähert. Dann rollen Spezialpanzer an, die mit den Blue-Metal-Raketen das Feuer auf das Monster eröffnen und es auch zu verletzen scheinen.

Inzwischen hat Miyasaka auf dem Schiff herausgefunden, dass sich der Meteor im Einklang mit der Sonne bewegt. Der Felsblock dreht sich weiter um seine eigene Achse und droht das Schiff zu zerstören, fliegt jedoch stattdessen davon!

Derweil donnern auch Kampfflieger heran und beschießen Godzilla ebenfalls mit Blue-Metal-Raketen. Auf einmal taucht der fliegende Meteor am Ort des Geschehens auf und packt einen Superstrahl aus, der Godzilla zurückwirft. Auch Big G setzt nun seinen neuen, glühend roten Hitzestrahl ein, aber der Meteor ballert noch mal und Godzilla plumpst ins Meer. Daraufhin fliegt der Meteor wieder weg, stürzt aber nach wenigen Augenblicken in den Fluss und bleibt dort regungslos stehen.

Miyasaka stellt inzwischen die Theorie auf, dass der Meteor Licht als Energiequelle benutzt - ohne Lichtzufuhr kann er sich nicht bewegen. Durch die Suchscheinwerfer des U-Boots wurde der sonst so dunkle Meeresboden beleuchtet und der Fels konnte an die Oberfläche schwimmen. Der nun im Fluss stehende Meteor wird mit Spezialdrähten befestigt, damit er nicht davonfliegen kann, wenn die Sonne wieder herauskommt. Ein Scan des Felsbrockens ergibt, dass das Innere des Meteors ein flüssiges oder gasförmiges Material ist.

Shinoda will inzwischen die Dienste des CCI-Nachrichtengebäudes in Anspruch nehmen, muss dafür aber alle Daten, die er im Laufe der Zeit über Godzilla gesammelt hat, an Katagiri abgeben. Kurz darauf findet Yuki heraus, dass irgendjemand oder -etwas in die Godzilla-Daten auf ihrem Laptop eingedrungen ist.

Als sich Shinoda und Miyasaka die Godzilla-Zellen, die Shinoda in Tokai gefunden hat, unter dem Mikroskop anschauen, wird ihnen mit einem Mal klar, warum Big G in der Lage ist, sich selbst immer so schnell zu heilen: Er verfügt nämlich über spezielle Zellen dazu, die Shinoda gleich mal auf den einfallsreichen Namen "Organizer G-1" tauft. Io bringt ihrem Vater die Discs mit den G-Daten, die sich Miyasaka gleich mal wegschnappt.

Inzwischen reißen die Wolken auf und der Meteor reißt sich von seinen Befestigungsdrähten los. Dabei bröckelt dessen Felsschicht ab und zum Vorschein kommt eine glänzend-schillernde fliegende Untertasse, die auf und davon fliegt.

Derweil verrät Io ihrem Paps, dass die vermeintlichen Godzilla-Discs nur ein Fake waren. Aber beim CCI hat man inzwischen andere Sorgen, denn das Ufo fliegt gerade über Tokio! Die Hubschrauber, die rings um es herum fliegen, vernichtet es mit einer gewaltigen Energiewelle. Anschließend landet das Ufo auf dem City Tower, in dem Yuki arbeitet.

Das Militär evakuiert die unmittelbare Umgebung des Towers. Da der Wetterbericht für morgen strahlenden Sonnenschein verspricht, will Katagiri das Ufo noch in dieser Nacht mit Blastbomben vernichten, bevor es weiteren Schaden anrichten kann.

Plötzlich stellen sich alle Computer in der Umgebung an, und ein Infrarotscan ergibt, dass das Ufo mit tentakelartigen Armen in den City Tower eindringt und die PCs anzapft. Yuki kehrt zurück in den Tower, um die Computer abzustöpseln, aber das Ufo zapft auch danach noch munter weiter Daten daraus ab - für die Godzilla-Daten scheint sich das Flugobjekt zu interessieren.

Da der Sauerstoffanteil im City Tower dank dem Ufo immer geringer wird, machen sich Shinoda und Io auf, um Yuki da herauszuholen. Das Militär legt inzwischen die Blastbomben in einer der oberen Etagen des Gebäudes aus. Shinoda und Töchterchen sind inzwischen bei Yuki, und ersterer schickt die beiden anderen schon mal vor, da er selbst hier noch was erledigen will. Yuki und Io setzen über ein paar Soldaten Katagiri darüber in Kenntnis, dass Shinoda noch im City Tower ist, aber Katagiri, fies wie er ist, will die Sprengung trotzdem wie geplant durchführen.

Die oberen Stockwerke zerbersten bei der Explosion, aber das Ufo bleibt völlig unbeschädigt. Shinoda kann gerade noch rechtzeitig an einem Fahrstuhlseil herabgleiten, bevor das Ufo auch einen Großteil des Restgebäudes beim Abheben vernichtet. Er stößt zu Yuki und Io ung gemeinsam fahren sie ins CCI-Nachrichtengebäude zurück - überraschenderweise scheint Shinoda gar nicht wirklich sauer auf Katagiri zu sein, obwohl der ihm um ein Haar das Lebenslicht ausgepustet hätte.

Inzwischen ist klar, dass die Aliens die Alleinherrschaft über die Erde wollen, und die Organizer-G-1-Zellen wollen sie sich auch zu eigen machen. Jetzt endlich taucht Godzilla in der Bucht von Tokio auf und marschiert durch die Innenstadt, bis er auf das Ufo trifft. Selbiges landet auf einem anderen Hochhaus und fesselt Big G mit seinen Tentakeln. Das Ufo hat aber die Rechnung ohne Godzillas Hitzestrahl gemacht, denn damit befreit sich Big G von seinen Fesseln und zerstört das Hochhaus, auf dem das Flugobjekt hockt. Doch das Ufo nimmt ihm das übel und haut ihn mit dem Superstrahl zurück. Fieserweise setzt es dann auch noch seine Energiewelle ein und begräbt Godzilla damit unter einem Hochhaus, um anschließend mit seinen Tentakeln die Organizer-G-1-Zellen aus Big Gs Körper zu saugen.

Diese Zellen vereinigen sich zu einem wirklich seltsamen, quallenartigen Monster. Dummerweise kann, wie Shinoda vermutet, nur Godzilla selbst diese Zellen kontrollieren und so sackt das Quallenmonster in sich zusammen. Godzilla befreit sich derweil von den Trümmern des Hochhauses und bringt mit einem Hitzestrahl das Ufo zum Absturz. Anstelle der Qualle taucht nun ein neues Monster (das angeblich Orga heißt) auf, das sich durch einen Riesenkiefer, gigantische Pranken und einen hässlichen Buckel auszeichnet.

Nun passiert, worauf wir alle gewartet haben: Godzilla und Orga prügeln sich! Das beschädigte Ufo erhebt sich noch mal vom Boden, wird aber kurz darauf von Godzilla endgültig zerstrahlt. Orga rammt seinen Kiefer in Godzilla und saugt seine Organizer-G-1-Zellen ab. Dadurch versucht Orga, sich in Godzilla zu verwandeln. Die OG-1-Zellen scheinen schon ihre Wirkung bei Orga zu zeigen, denn als er von Big Gs Hitzestrahl getroffen wird, regeneriert er sich binnen Sekunden selbst. Jetzt öffnet Orga sein Riesenmaul, um Godzilla ganz zu verschlingen! Big G klettert seltsamerweise freiwillig in dessen Maul, aber als sich Orga schon halb in Godzilla verwandelt hat, zerfetzt der Riesensaurier seinen Gegner mit einem gewaltigen Hitzestrahl.

Godzilla marschiert nun auf das CCI-Nachrichtengebäude zu, wo Shinoda, Katagiri & Co. noch ehrfurchtsvoll zusehen. Alle bringen sich in Sicherheit - abgesehen von Katagiri. Als Shinoda ihn retten will, kriegt er von ihm eins auf die Fresse. Godzilla reißt einen Teil des Gebäudes ein, wobei Katagiri in den Tod stürzt. Anschließend trampelt Big G von dannen und zerstört dabei noch den Rest von Tokio.

Kommentar:

Nach Roland Emmerichs 98er-Godzilla-Flop sahen sich die Toho-Studios bemüßigt, das Ruder wieder selbst in die Hand zu nehmen, um noch vor der Jahrtausendwende einen neuen Film mit ihrem Hausmonster zu drehen. Leider gelang es dabei nicht, auch nur eine einzige wirklich originelle Idee in die Story zu integrieren, so dass Godzilla 2000 - Millennium leider einer der langatmigsten Beiträge zur Godzilla-Reihe wurde. Bis zum Endkampf der Monster, wegen dem man sich den Film ja vorrangig anschaut, dümpelt die Handlung vor sich hin, ohne irgendwelche Spannung zu erzeugen. Tatsächlich ist hier für einen Godzilla-Film relativ wenig Godzilla zu sehen: Nach dem Raketenangriff ist das Monster, mal abgesehen von einer sehr kurzen, aber gelungenen CGI-Sequenz, in der Big G im Ozean herumschwimmt, eine halbe Ewigkeit nicht zu sehen. Als er dann am Ende endlich wieder auftaucht, wirkt sein Spaziergang durch Tokio irgendwie motivationslos, wobei der Kampf der Monster ganz passabel ist.

Godzillas Design ist wirklich gelungen, besonders die Größe seiner Rückenplatten ist wirklich beeindruckend. Warum man es für nötig hielt, hier mit Traditionen zu brechen und Godzillas Hitzestrahl eine rote statt eine blaue Farbe zu verleihen, steht in den Sternen. In Godzilla vs. Destroyah (1995) lieferte man wenigstens eine halbwegs plausible Erklärung für die Andersfarbigkeit. Godzillas Gegner Orga ist eigentlich ebenfalls sehr gut geworden, hat aber eindeutig zu wenig Screentime. Die CGI-Qualle, zu der sich die OG-1-Zellen vereinigen, ist dafür absolut misslungen und wirkt nur lächerlich.

Die Special Effects im Allgemeinen sind ziemlich überzeugend, obwohl (oder weil) Godzilla wie üblich durch einen Mann im Gummikostüm dargestellt wird. Besonders gelungen ist Godzillas leider allzu kurze Verwüstungsorgie durch Nemuro und die oben bereits erwähnte CGI-Sequenz, die aber wohl nur dazu da ist, um den Zuschauer nochmal daran zu erinnern, dass er sich in einem Godzilla-Film befindet. Das Ufo ist auch recht beeindruckend, da sich wegen der glänzenden Unterseite alles Darunterliegende spiegelt.

Da die Monsterszenen hier wie gesagt sehr spärlich gesät sind, muss man sich zwangsweise mit den menschlichen Charakteren auseinandersetzen. Shinoda ist zweifellos einer der uncharismatischsten Helden der Godzilla-Geschichte. Geistig scheint er seiner Tochter Io, einer Nervensäge vor dem Herrn, weit unterlegen. Über Yuki kann man auch nichts wirklich Positives äußer, die ist einfach zu blöd, als dass man sich mit ihr identifizieren könnte. Der einzige wirklich gelungene Charakter ist Katagiri, der als unsympathischer Vorgesetzter recht überzeugend wirkt.

Einige Handlungselemente des Films wurden ganz offensichtlich aus amerikanischen Filmen abgekupfert: Bei der Leuchtturmszenen am Anfang ließ man sich ganz offensichtlich von Panik in New York (1953) inspirieren, dessen Erfolg ja damals die Toho-Studios überhaupt erst dazu bewegte, die Godzilla-Reihe ins Leben zu rufen. Die Szene, in der Godzilla ins Auto hereinguckt, erinnert an eine vergleichbare Szene aus Roland Emmerichs Godzilla-Verschnitt. Die Szenen, in denen das Ufo über Tokio fliegt und es seinen Schatten wirft, ähneln denen aus Independence Day (1996) sehr stark.

Ob es sich bei dem hier auftauchende Godzilla um den Junior aus Godzilla vs. Destroyah (1995) handelt, der ja am Ende dieses Films durch die freigesetzte radioaktive Strahlung ebenfalls auf stattliche Ausmaße herangewachsen ist, oder um einen neuen Big G wie in Godzilla kehrt zurück (1955), wird leider nicht erklärt. Auf eine einheitliche Timeline legten die Godzilla-Drehbuchautoren ja noch nie irgendeinen Wert, aber so uneinheitlich wie in der Millennium-Reihe war es weder in der Showa- noch in der Heisei-Serie: Die meisten Filme, die noch kommen sollten, waren auf irgendeine Weise eine Fortsetzung zu Godzilla (1954). Die dazwischenliegenden Filme werden in der Regel völlig ignoriert.

Auch Logiklöcher gibt es, wie eigentlich in fast jedem Godzilla-Film, wieder zuhauf: Wie kann sich Shinoda an dem Fahrstuhlseil abseilen, obwohl die oberen Stockwerke vernichtet sind, und überhaupt, wie sollen seine Hände das überstehen?

Regie führte Takao Okawara, der auch schon in der Heisei-Reihe für diverse Godzilla-Filme zuständig war, nämlich für Godzilla - Kampf der Sauriermutanten (1992), Godzilla vs. Mechagodzilla II (1993) und Godzilla vs. Destroyah (1995). Godzilla 2000 - Millennium ist leider mit Abstand seine schwächste Arbeit.

Das Drehbuch schrieben Wataru Mimura, der schon das Skript für Godzilla vs. Mechagodzilla II (1993) verfasste und später noch diverse andere Godzilla-Drehbücher schreiben durfte, und Hiroshi Kashiwabara, der schon das Drehbuch zu Godzilla vs. Spacegodzilla (1994) mitverfasste und auch noch ein paar Mal zum Einsatz kam.

Die Musik komponierte Takayuki Hattori, der schon den extravaganten Soundtrack für Godzilla vs. Spacegodzilla (1994) verfasst hat. Seine hiesige Musik bleibt jedoch nicht im Gedächtnis. Ironischerweise ist die Musik nur an der Stelle in Godzilla 2000 - Millennium gut, in der der altbekannte Godzilla-Marsch von Akira Ifukube zu hören ist, als Godzilla in Tokio an Land geht.

Special Effects-Supervisor Kenji Suzuki, der hier ja einige recht gelungene Szenen lieferte, war auch noch für die Tricks des folgenden Films Godzilla vs. Megaguirus (2000) verantwortlich.

Die "heldenhafte" Hauptrolle des Prof. Shinoda spielt Takehiro Murata, der Godzilla-Fans noch aus Godzilla - Kampf der Sauriermutanten (1992) und Godzilla vs. Destroyah (1995) bekannt sein düfte. Murata hatte noch ein paar Gastauftritte in den folgenden Godzilla-Filmen.

Für Hiroshi Abe, der als Fiesling Katagiri eine gute Arbeit abliefert, war dies hier die einzige Rolle in einem Godzilla-Film. Dafür war er vorher in einem anderen Toho-Monsterfilm namens Madra - Das achtköpfige Drachenmonster (1994) zu sehen.

Naomi Nishida, die hier die nervige Reporterin Yuki spielt, hat ansonsten zum Glück keinen Godzilla-Auftritt und spielte auch sonst in keinem wirklich erwähnenswerten Film mit.

Für Mayu Suzuki, die Shinodas Tochter Io verkörpert, war dies Gott sei Dank der einzige Filmauftritt überhaupt.

Shiro Sano, der als Prof. Miyasaka hier keine allzu große Rolle spielt, war innerhalb der Godzilla-Reihe noch in Godzilla, Mothra and King Ghidorah - Giant Monsters All-Out Attack (2001) und Godzilla - Final Wars (2004) zu sehen.

Koichi Ueda, der ab Godzilla - Der Urgigant (1989) in jedem Godzilla-Film zu sehen war, spielt hier einen Militärbediensteten.

Tsutomo Kitagawa, der in diesem Film als Mann im Godzilla-Kostüm Kenpachiro Satsuma ablöste, durfte das Monster bis Godzilla - Final Wars (2004) spielen. Ansonsten steckte er in Mothra III - King Ghidorah kehrt zurück (1998) im King-Ghidorah-Kostüm.

Makoto Ito durfte hier das Monster Orga spielen, aber danach war er in keinem Film mehr zu sehen.

Die 2006 bei "Splendid Film" erschiene DVD ist ungekürzt, verfügt über ein recht gutes Bild, das manchmal leichte Schwächen in Sachen Schärfe aufweist, aber die Farben ausgezeichnet zur Geltung bringt. Als Ton wird der japanische und der deutsche angeboten, wobei ersterer von der Qualität her besser ist. Als Extras gibt es nur diverse Trailer.

Insgesamt kann man sich den Film schon mal ansehen, aber innerhalb der Godzilla-Reihe ist er eher unterer Durchschnitt. Die Godzilla-Filme, die noch folgen sollten, sind da wesentlich überzeugender.

 




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