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KING KONG GEGEN GODZILLA (1974)

GOJIRA TAI MEKAGOJIRA

aka: Godzilla gegen Mechagodzilla

Regie: Jun Fukuda

Buch: Hiroyasu Yamaura

Musik: Masaru Sato

Special Effects: Teruyoshi Nakano

Darsteller: Masaaki Daimon (Keisuke Shimizu), Kazuya Aoyama (Masahiko Shimizu), Akihiko Hirata (Prof. Hideto Miyajima), Hiroshi Koizumi (Prof. Wagura), Reiko Tajima (Saeko Kaneshiro), Hiromi Matsushita (Eiko Miyajima), Masao Imafuku (Tengan Kunito der Hohepriester), Beru-Bera Lin (Nami Kunito die Prinzessin), Shin Kishida (Interpol-Agent Nanbara), Goro Mutsumi (Alienboss Kuronuma), Takayasu Torii (Interpol-Agent Tamura), Daigo Kusano (Yanagawa, Alien-Agent #1), Kenji Sahara (Schiffskapitän), Yasuzo Ogawa (Vorarbeiter), Isao Zushi (Godzilla), Ise Mori (Mechagodzilla), Momoru Kusumi (Angilas/King Seesar)

Inhalt:

In einer stürmischen Nacht brüllt Angilas auf einer Insel nach Godzilla - eine gewaltige Explosion kündigt Big Gs Auftauchen an. Am nächsten Tag wohnen der Archäologe Keisuke Shimizu und sein Bruder Masahiko auf der Insel Okinawa einer Zeremonie bei, die von Nami Kunito, einer Prinzessin aus dem okinawesischen Königsgeschlechts der Azumi, durchgeführt wird. Doch plötzlich hat sie eine Vision und fällt vor Schreck in Ohnmacht. Als ihr Großvater kommt, um nach ihr zu sehen, erzählt sie, sie habe gesehen, dass ein Ungeheuer kommen und die Menschen wie Würmer zertreten würde.

Keisuke setzt Masahiko, der Höhlenforscher ist, wenig später mit dem Auto an der Gyokusen-Höhle ab. Im Inneren findet dieser ein seltsames, glänzendes Stück Metall. Keisuke kommt inzwischen bei einer Ausgrabungsstätte an, wo eine Höhle freigelegt wurde. Hier lernt er die Archäologin Saeko Kaneshiro kennen, und gemeinsam betrachten sie in der Höhle seltsame Wandmalereien. Außerdem entdecken sie hier eine kleine Satue, die Saeko als King Seesar (bzw. King Shi-Saar) identifiziert - dabei handelt sich um ein Schutzmonster des Azumi-Königsgeschlechts. Kurz darauf studiert Saeko in ihrem Büro noch mal die Wandmalereien und kann ihre Bedeutungentschlüsseln. Dabei wird sie nacheinander, ohne es zu merken, zuerst von einem bärtigen Kerl und dann von einem Sonnenbrillenmann beobachtet.

Saeko, die die Statue zu dem berühmten Archöologen Prof. Wagura bringen will, trifft im Flugzeug nach Japan Keisuke wieder. Auch der mysteriöse Sonnenrbrillenmann ist an Bord und stellt sich den beiden als Reporter vor. Als sie aus dem Fenster sehen, erblicken sie plötzliche eine seltsame Wolke, die wie ein schwarzer Berg aussieht - Saeko rezitiert die in den Wandmalereien enthaltene Prophezeiung: "Wenn ein schwarzer Berg über den Wolken erscheint, wird ein riesiges Ungeheuer auftauchen und versuchen, die Welt zu zerstören." Doch es gibt noch Hoffnung: "Wenn der rote Mond untergegangen ist und die Sonne im Westen aufgeht, dann werden noch zwei Ungeheuer erscheinen und die Menschheit retten."

Angekommen in Japan, suchen Keisuke und Saeko Prof. Wagura auf, der sich als Keisukes Onkel erweist. Masahiko hat das von ihm gefundene Metallstück inzwischen zu Prof. Miyajima gebracht, der es als Weltraum-Titan identifiziert. Saeko und Wagura studieren inzwischen die Inschrift der Statue, als plötzlich der bärtige Fremde hereinplatzt und, mit einer Pistole bewaffnet, die Herausgabe der Statue fordert. Keisuke kommt jedoch hinzu und nach einer kurzen Prügelei sucht der Bärtige das Weite. Keisuke rennt hinaus, kann ihn aber nicht mehr erwischen - das ganze Geschehen wird wieder von dem Sonnenbrillenmann aus einiger Entfernung mitbeobachtet.

Da bricht der Fujiyama aus und das prophezeite böse Ungeheuer erscheint auf der Bildfläche - zur Überraschung ist es Godzilla, der sich ja eigentlich in den letzten Jahren zum Verteidiger der Menschheit gewandelt hat. Aber Big G scheint heute äußerst schlecht gelaunt zu sein, denn er haut zum Auftakt gleich mal ein Gebäude kaputt und liefert sich ein Duell mit seinem alten Kumpel, dem Stachelsaurier Angilas. Angilas wird von Godzilla zwar ziemlich übel durch die Gegend geschleudert, kann ihn aber leicht verletzen - dabei kommt hinter der Schuppenhaut Metall zum Vorschein! Zum Dank dafür reißt Big G Angilas die Zunge heraus, worauf der Stachelsaurier das Weite sucht.

Keisuke, der auf dem Weg zu Prof. Miyajima ist, kommt an einem durch den Monsterkampf verursachten Geröllhaufen vorbei und entdeckt darin ein glänzendes Metallstück. Miyajima kann zweifelsfrei feststellen, dass es sich dabei ebenfalls um Weltraum-Titan handelt. Nebenbei führt der Wissenschaftler noch seine neuste Erfindung vor, eine Spezialpfeife, die, wenn man sie auseinanderschraubt, Fernsteuerungsimpulse stören kann.

Godzilla wütet kurz darauf durch das Industriegebiet von Tokio, während Keisuke, Masahiko, Miyajima und seine Tochter Eiko aus sicherer Entfernung zusehen. Da taucht plötzlich ein zweiter Godzilla auf und nimmt den Kampf gegen den zerstörerischen ersten auf. Miyajima vermutet, dass es sich bei dem ersten um einen Cyborg handelt, der von außerirdischen Wesen aus Weltraum-Titan hergestellt wurde. Er hat Recht mit seiner Theorie, und die Aliens von hinter dem Pferdekopfnebel beobachten das Geschehen sogar in ihrer Basis von einem Monitor aus. Als der zweite Godzilla einen Hitzestrahl auf den ersten abfeuert, lässt dieser endgültig seine Schuppentarnung fallen - zum Vorschein kommt ein titanstählerner Mechagodzilla (in der deutschen Fassung wird er King Kong genannt). Das Titanmonster schießt nicht nur Raketen aus seinen Fingern auf Godzilla ab, sondern ballert auch noch mit einem regenbogenfarbenen Laserstrahl aus seinem Auge. Godzilla plumpst schwer verletzt ins Meer, aber auch Mechagodzilla hat Blessuren davongetragen und fliegt zurück zur Alienbasis.

Miyajima will nun noch einmal die Gyokusen-Höhle unter die Lupe nehmen, wo ja das erste Mal Weltraum-Titan gefunden wurde. Wagura kann inzwischen endlich die Inschrift der geheimnisvollen Statue entziffern: "Wenn die Sonne sich im Westen erhebt, dann muss ich auf dem geheiligten Schrein über dem großen Tor des Schlosses von Azumi stehen." Keisuke und Saeko reisen sofort mit einem Schiff nach Okinawa, um sich darum zu kümmern - einer der Passagiere ist wieder der Sonnenbrillenmann. Miyajima, Eiko und Masahiko, die die Gyokusen-Höhle näher untersuchen, werden indes von den Aliens gefangen genommen und zu deren Anführer gebracht. Dieser will, dass Miyajima die notwendigen Reparaturen an Mechagodzilla durchführt - als er sich weigert, lässt der Alienboss seine beiden Begleiter in eine Todeszelle stecken. Nur wenn Miyajima pariert, dürfen sie am Leben bleiben.

Unterdessen versorgt sich Godzilla während eines Gewitters mit neuer Energie aus den Blitzen. Auf dem Schiff nach Okinawa dringt indes der bärtige Typ in Saekos Kabine ein, um die Statue zu stehlen - kurz darauf taucht auch Keisuke auf, und es kommt wieder zu einer Prügelei. Dabei schießt Keisuke dem Bärtigen ins Gesicht - worauf sich dieses zur Hälfte in eine Affenfratze verwandelt. Der Bärtige, der also ein Alien ist, kann jedoch mit der Statue fliehen. Keisuke rennt ihm hinterher, der Alien kann ihm jedoch an Deck seine Pistole abluchsen und bedroht ihn damit - doch plötzlich fällt ein Schuss aus dem Hinterhalt und der Alien stürzt zusammen mit der Statue ins Meer. Saeko stößt nun wieder zu Keisuke, und auch der Sonnebrillenmann lässt sich wieder blicken.

Die verloren gegangene Statue war aber zum Glück nur ein Fake - angekommen auf Okinawa, holt sich Keisuke die echte Statue, die in einem Safe aufbewahrt wurde, vom Kapitän ab. Danach bringt Keisuke Saeko mit der Statue ins Hotel, wobei sie wieder von einem Sonnenbrillenmann beobachtet werden - diesmal aber von einem anderen. Keisuke fährt zur Gyokusen-Höhle, um nach Miyajima und den anderen zu suchen. Dort beendet Miyajima inzwischen die Reparaturen an Mechagodzilla. Als Zeichen seines Dankes lässt ihn der Alienboss nun zu Eiko und Masahiko in die Todeszelle stecken, in der plötzlich aus allen Ecken Gas ausströmt. Keisuke, der in der Höhle angekommen ist, findet dort Miyajimas Spezialpfeife und wird von einem Alien überrascht - allerdings wird er von dem ersten Sonnenbrillenmann gerettet, der sich nun als Interpol-Agent Nanbara zu erkennen gibt. Keisuke und Nanbara lassen sich von dem verletzten Alien in die Basis der Außerirdischen hineinführen. Dort befreien sie Miyajima & Co. aus der Todeszelle und verschwinden wieder aus der Alienbasis. Der fiese Alienboss hat jedoch eine Bombe in Keisukes Auto installiert. Zum Glück erkennt Nanbara dies rechtzeitig und sorgt dafür, dass das Auto ohne Insassen in die Luft fliegt.

Nun fällt der Blick der Helden auf den nächtlichen Himmel - der Mond hat eine blutrote Farbe! Miyajima, Masahiko und Nanbara wollen nun noch mal in die Alienbasis, um dort aufzuräumen - der Professor bekommt von Keisuke seine Spezialpfeife zurück. Keisuke holt noch schnell Saeko vom Hotel ab und dann bringen sie die Statue von King Seesar zum Azumi-Schrein - dummerweise wird dieser von zwei Aliens bewacht, die Prinzessin Nami und ihren Großvater als Geiseln haben. Doch die Außerirdischen werden aus dem Hinterhalt von dem zweiten Sonnenbrillenmann erschossen - dieser stellt sich als Interpol-Agent Tamura vor und ist ein Kollege von Nanbara. Da geht die Sonne infolge einer Luftspiegelung im Westen auf - man stellt die Statue schnell auf den Sockel am Azumi-Schrein. Nun schießt ein Strahl aus der Statue und legt den in einem Felsen an der Küste schlafenden Riesenlöwen King Seesar frei. Die Aliens senden nun Mechagodzilla los, um King Seesar zu töten, doch Nami weckt das schlummernde Ungeheuer vorher mit einem rituellen Gesang.

Miyajima, Nanbara und Masahiko sind inzwischen bis in die Kommandozentrale der Aliens vorgestoßen, wo sie allerdings erwischt und in Handschellen gelegt werden. King Seesar legt sich mit Mechagodzilla an und kann sogar dessen Regenbogenstrahl imitieren. Allerdings packt das Titanmonster im Gegenzug nicht nur seine Fingerraketen, sondern auch noch einen neuen Laser aus, der ihm aus der stählernen Brust geschossen kommt. Der Riesenlöwe hat erwartungsgemäß eher geringe Chancen gegen seinen metallischen Gegner und bekommt ordentlich was auf die Mütze. Doch dann taucht das zweite prophezeite Gutmonster aus dem Meer auf - es ist Godzilla! Dummerweise kann der flugfähige Mechagodzilla den Hitzestrahlen des Monsters ausweichen und schießt fieserweise jetzt auch noch Raketen aus seinen Zehen ab - und zu allem Überfluss kann sich das Titanmonster auch noch in ein Schutzschild einhüllen, das Big G nicht durchbrechen kann. Godzilla und King Seesar drohen zu unterliegen - ersterer startet noch einen Angriff, wird aber daraufhin von seinem metallenen Ebenbild ziemlich übel zugerichtet. Doch dann packt Big G seine Geheimwaffe aus: ein eigenes Magnetfeld, mit dem er Mechagodzilla zu sich heranzieht und ihn mit Unterstützung von King Seesar ordentlich weichklopft - schließlich schraubt Godzilla dem Roboter den Kopf ab.

Miyajima & Co. können sich inzwischen befreien und sabotieren mithilfe von Miyajimas Spezialpfeife den Computer der Außerirdischen - bei der nun folgenden Schießerei kommen die Aliens ums Leben und verwandeln sich wieder zurück in ihre Affengestalt. Doch durch die Sabotage des Computers wurde ein Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert - Miyajima und seine Freunde rennen nach draußen. Mechagodzilla reicht inzwischen mit einer gewaltigen Explosion den Abschied ein und seine Trümmer regnen ins Meer - Godzilla überlebt dies zum Glück. Nun detoniert auch die Alienbasis, King Seesar legt sich in seinen Felsen, der sich wieder verschließt, und Prinzessin Nami bringt die Statue zurück an ihren alten Platz in der Höhle, wo sie gefunden wurde.

Kommentar:

King Kong gegen Godzilla ist zweifellos der beste Beitrag zur Showa-Godzilla-Reihe, was nicht zuletzt dem wirklich beeindruckenden Monster Mechagodzilla zu verdanken ist - sein Vorbild hatte der Roboter in Ishiro Hondas King Kong - Frankensteins Sohn (1967), wo der Riesenaffe ebenfalls gegen ein mechanisches Abbild seiner selbst anteten musste. Allerdings verfügt Mechagodzilla über ein wesentlich beeindruckenderes Waffenarsenal als der Primatenroboter, was ihn neben dem dreiköpfigen Drachen King Ghidorah wohl zu Godzillas gefährlichstem Feind macht. Godzilla selbst steht, wie wir es spätestens seit Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (1971) gewohnt sind, wieder auf der Seite der Menschen, während Mechagodzilla von Aliens ferngesteuert wird, die wie üblich die Weltherrschaft an sich reißen wollen - dieser Eroberungsplot war innerhalb der Godzilla-Reihe zu diesem Zeitpunkt schon so geläufig, dass er in King Kong gegen Godzilla gar nicht mehr explizit erwähnt werden muss. Die Aliens sind eben einfach da - dass sie ihre üblen Taten verüben, um die Menschheit zu unterjochen, versteht sich da schon von selbst.Das zweite neue Monster King Seesar indes sieht mit seinen Taschenlampen-Augen und seinen putzigen Schlappohren eher niedlich als monströs aus - überhaupt erinnert es eher an einen Cockerspaniel als an einen Riesenlöwen. Das hier verwendete Godzilla-Kostüm entspricht größtenteils dem "Megaro-Godzilla" aus dem letzten Film, allerdings wurde in manchen Szenen auch ein Anzug verwendet, der eigentlich für PR-Zwecke gedacht war.

Die Special Effects haben sich gegenüber dem letzten Film um Lichtjahre verbessert - es kommt keinerlei Stock Footage zum Einsatz, wenn man von der sehr kurzen Auto-Explosions-Sequenz absieht, die aus Frankensteins Höllenbrut (1972) entnommen wurde. Da das Budget leider wieder nicht astronomisch hoch war, halten sich zwar die Rampage-Szenen in Grenzen, aber die Monsterfights haben dafür wirklich Klasse. Das Strahlengeballere war bis jetzt noch in keinem Godzilla-Film so spektakulär wie hier. Auch die Szene, in der die Blitze auf Godzilla einschlagen, ist ohne Übertreibung sehr beeindruckend geraten.

Obwohl der Streifen von Jun Fukuda inszeniert wurde, der ja bisher für zwar unterhaltsame, aber nicht gerade intelligente Godzilla-Filme verantwortlich war, ist King Kong gegen Godzilla wirklich sehr stimmungsvoll und spannend geraten. Die Aliens in ihren schicken silbernen Overalls sind wesentlich cooler als die Rayban-Sonnenbrillen-tragenden Außerirdischen aus Befehl aus dem Dunkel (1965), die Alien-Damen aus Frankenstein und die Monster aus dem All (1968) oder die Mistkäfer-Aliens aus Frankensteins Höllenbrut (1972). Die hiesigen Außerirdischen kommen aber auch angemessen bösartig herüber, so wie sich das für zünftige Invasoren gehört - der Alienboss ist ein richtig fieses Ekelpaket. Die Idee, dass sich die Aliens in Wirklichkeit wie Affen aussehen, ist auch nicht übel - leider sehen die Affenmasken eher wie billige Imitate von denen aus der Planet der Affen-Reihe. Die Interpol-Agenten sind ebenfalls wirklich cool - teilweise fühlt man sich direkt an James Bond erinnert. Was man vielleicht bemängeln könnte, wäre, dass die Monster recht wenig Screentime haben - besonders zwischen dem Kampf in Tokio und auf Okinawa ist ein ziemlich langer Zeitraum. Allerdings sind auch die Monster-freien Szenen wie oben erwähnt wirklich gut anzusehen.

Der Film ist übrigens teilweise im Vergleich zu den bisherigen Godzilla-Streifen ziemlich brutal geraten. Die beiden Prügeleien zwischen Keisuke und dem bärtigen Alien sind recht heftig, und am Ende spritzt dem Alienboss, nachdem er von einer Kugel getroffen wurde, sogar blaues Blut aus dem Hals. Doch auch die Monsterkämpfe sind durchaus hart, beispielsweise, als der verkleidete Mechagodzilla Angilas die Zunge herausreißt oder er gegen Ende Godzilla beinahe den Hals aufschlitzt, so dass das Blut aus ihm herausströmt.

Die Musik von Masaru Sato, der ja schon für Godzilla kehrt zurück (1955) und zwei von Fukudas Godzilla-Epen den Sound beisteuerte, braucht sich hier in keinster Weise vor Akira Ifukube verstecken. Sie ist angemessen majestätisch und pompös, Sato kopiert an keiner Stelle den Ton früherer Godzilla-Filme. Dafür fühlt man sich bei seinen Stücken teilweise an die Italowestern von Sergio Leone erinnert - auch die Monsterkämpfe haben manchmal direkt Revolverduell-Flair.

Das gelungene Drehbuch verfasste Hiroyasu Yamaura, der ansonsten seltsamerweise nur noch an zwei anderen Filmen beteiligt war - einer davon ist ein weitgehend unbekannter TV-Film namens Fugitive Alien (1986). Dabei ist seine in King Kong gegen Godzilla geleistete Arbeit wirklich auf einem ziemlich hohen Niveau.

Masaaki Daimon, hier als Keisuke zu sehen, war auch in der Fortsetzung Konga, Godzilla, King Kong - Die Brut des Teufels (1975) wieder mit dabei - dort spielt er allerdings nicht mehr dieselbe Rolle, sondern den Kommandanten des U-Boots, das eingangs nach den Trümmern Mechagodzillas sucht. Daimon spielte noch in diversen anderen Filmen mit, seine letzte Arbeit war in 2009: Lost Memories (2002).

Kazuya Aoyama, der Keisukes Bruder verkörpert, hatte sonst keine weiteren Godzilla-Filmauftritt, dafür erlangte er in Japan als Hauptdarsteller der beliebten TV-Serie Ryusei Ningen Zon (1973) einige Berühmtheit - diese handelt von dem außerirdischen Superhelden Zone Fighter und es tauchen neben neuen Monstern auch immer wieder alte Bekannte aus der Godzilla-Reihe auf - auch Godzilla selbst war in der einen oder anderen Folge mit dabei.

Reiko Tajima (geb. 1949), hier als Saeko mit von der Partie, war ansonsten auch in keinem weiteren Godzilla-Streifen zu sehen, dafür hatte sie eine Nebenrolle in dem Gamera-Film Uchu Kaiju Gamera (1980) der Konkurrenzfirma Daiei. Ihr bisher letzter Auftritt war in Koboreru Tsuki (2003).

In Nebenrollen sind zahlreiche Godzilla-Veteranen vertreten: Akihiko Hirata, der Dr. Serizawa aus Godzilla (1954), spielt Prof. Miyajima, Hiroshi Koizumi, der Tsukioka aus Godzilla kehrt zurück (1955), spielt Prof. Wagura und Toho-Stammschauspieler Kenji Sahara, der ebenfalls schon im Ur-Godzilla vertreten war und seitdem in unzähligen weiteren Godzilla-Streifen zu sehen war, spielt den Kapitän des Schiffes, auf dem Keisuke und Saeko nach Okinawa reisen.

Der Film kam fast ungekürzt nach Deutschland - allerdings wurde Mechagodzilla in der Synchronisation schwachsinnigerweise in King Kong umgetauft, da die Verleiher dachten, auf diese Weise könnten sie mehr Leute ins Kino locken. Eine ähnliche Masche verfolgten sie schon seit Befehl aus dem Dunkel (1965), der ja angeblich frei nach einer Geschichte des beliebten Science-Fiction-Autors Hans Dominik gedreht worden sei. 2002 erschien der Film dann bei "Media Target" auf DVD.

King Kong gegen Godzilla ist alles in allem ein Film, den man sich immer wieder zu Gemüte führen kann - der spannenden Story und den guten Special Effects sei Dank. Die Toho-Studios waren mit den Einspielergebnissen so zufrieden, dass der nächste Film eine direkte Fortsetzung werden durfte - diesmal aber unter der Regie von Altmeister Honda. Jedoch ist diese Fortsetung nicht mehr so gut gelungen wie Fukudas Film.

 

 

 




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