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GODZILLA UND DIE URWELTRAUPEN (1964)

GOJIRA TAI MOSURA

Regie: Ishiro Honda

Buch: Shinichi Sekizawa

Musik: Akira Ifukube

Special Effects: Eiji Tsuburaya

Darsteller: Akira Takarada (Ichiro Sakai), Yuriko Hoshi (Junko Nakanishi), Hiroshi Koizumi (Prof. Miura), Yu Fujiki (Reporter Jiro Nakamura), Emi Ito/Yumi Ito (Zwillingsfeen), Yoshifumi Tajima (Kumayama), Kenji Sahara (Banzo Torahata), Jun Tazaki (Redakteur Arota), Kenzo Tabu (Bürgermeister), Yutaka Sada (Alter Mann), Akira Tani (Anführer der Dorfbewohner), Susumu Fujita (Offizier), Ikio Sawamura (Priester), Ren Yamamoto (Seemann), Yoshio Kosugi (Häuptling), Toshihiko Furuta/Katsumi Tezuka/Kozo Nomura/Tadashi Okabe (Soldaten), Yasuhisa Tsutsumi (Hafenarbeiter), Seishiro Kuno (Gehilfe), Shin Otomo (Polizeioffizier), Senkichi Omura/Hironobu Wakamoto (Dorfbewohner), Wataru Omae/Yutaka Nakayama (Inselbewohner), Koji Uno (Journalist), Miki Yashiro (Lehrerin), Harold Conway (Waffenexperte auf US-Schiff), Oman Yusuf (Raketenvermesser auf US-Schiff), Haruo Nakajima (Godzilla)

Inhalt:

Der Kurada-Strand, an dem ein neues Industriegebiet entstehen soll, wird von einem der schwersten Hurrikans der letzten Jahre heimgesucht. Am nächsten Tag finden sich dort zahllose Schaulustige ein, darunter auch der Reporter Ichiro Sakai und seine Fotografin Junko Nakanishi. Sakai bekommt einen Anpfiff vom örtlichen Bürgermeister, da er in einem Artikel behauptet hat, das geplante Industrieprojekt könne wegen des Hurrikans nicht mehr vollendet werden. Junko fotografiert kurz darauf einen seltsamen, blaugrauen Klumpen, der im Morast liegt.

An einer anderen Stelle hat der Hurrikan ein gigantisches Ei in die Nähe des Strandes gespült. Die ortsansässigen Fischer beschließen, es mit Booten an Land zu holen. Der Wissenschaftler Prof. Miura will das Ei untersuchen, aber dann taucht auf einmal ein gewisser Kumayama auf und verkündet, das Ei gehöre ihm - er habe es den Fischern für 940.049 Yen abgekauft, was dem Einkaufspreis von den 153.000 Hühnereien entspricht, die angeblich in dem Riesenei Platz fänden. Zusammen mit Sakai und Junko findet Miura heraus, dass Kumayama mit dem Geschäftemacher Torahata unter einer Decke steckt - letzterer will nicht nur einen gewaltigen Brutkasten, sondern auch einen ganzen Vergnügungspark um das Riesenei herum bauen und es als Touristenattraktion zu Geld machen.

Zwei winzige Feen tauchen nun in Torahatas Hotelzimmer auf und bitten ihn und Kumayama, das Ei zurückzugeben, da es ihnen gehöre - aber die beiden bösen Geschäftemacher versuchen stattdessen lieber, die Feen als zusätzliche Attraktion auch noch zu fangen. Diese können jedoch entkommen - sie wenden sich jetzt an Sakai, Junko und Miura und erklären dem Trio, dass sie von der Mothra-Insel kommen. Das Ei sei nämlich Eigentum ihrer Göttin Mothra, sei allerdings während des Hurrikans durch eine Springflut auf offene Meer hinausgetrieben worden. Sakai & Co. können sogar einen kurzen Blick auf Mothra werfen - es handelt sich bei ihr um einen gigantischen Schmetterling.

Sakai, Junko und Miura versuchen, Torahata und Kumayama dazu zu bewegen, das Ei herauszurücken. Sie haben jedoch keinen Erfolg, und die Feen kehren mit Mothra auf ihre Insel zurück. Inzwischen wollen die Fischer endlich ihr Geld sehen - Torahata überredet Kumayama, diese auszuzahlen, im Gegenzug soll er eine Aktie des Vergnügungsparks bekommen.

Sakai und Junko müssen sich unterdessen in Miuras Labor einer Strahlenbehandlung unterziehen, da der Klumpen, den sie eingangs gefunden haben, radioaktiv war. Also suchen die Drei noch einmal den Kurada-Strand auf, um der Ursache der Radioaktivität auf den Grund zu gehen - dort sind die Arbeiten an dem Industrieprojekt bereits wieder vorangekommen.

Auf einmal bricht Godzilla aus der Erde hervor - und wieder hat er nichts anderes als Zerstörung im Sinn. Big G trampelt nach Nagoya, vernichtet das dortige Industriegebiet, reißt beiläufig mit seinem Schwanz einen Fernsehturm ein und zertrümmert das Nagoya-Schloss. Die japanische Armee greift das Monster zusammen mit der amerikanischen Flotte mit "Grenzraketen" an - allerdings ohne Erfolg.

Sakai, Junko und Miura, beschließen, zur Mothra-Insel zu reisen, um den Riesenfalter im Kampf gegen Godzilla um Hilfe zu bitten. Dort angekommen, erkennen sie, dass das Eiland von Atombombenversuchen völlig verwüstet ist. Sie werden von Eingeborenen gefangen genommen - diese verweigern ihnen die Hilfe zunächst. Aber mit einer tränenreichen Ansprache gelingt es Junko, die Zwillingsfeen zu überzeugen. Nun suchen sie zusammen Mothra auf und die Feen bringen den altersschwachen Riesenfalter mittels eines rituellen Gesangs dazu, gen Japan zu fliegen.

Das Militär greift unterdessen mit Panzern Godzilla an. Während Sakai & Co. wieder am Ort des Geschehens ankommen, sucht Kumayama Torahata in dessen Hotelzimmer auf, da er sein Geld wiederhaben will. Es kommt zu einer Prügelei, bei der Kumayama seinen Partner halb totschlägt und anschließend den Geldschrank plündert. Als Torahata sieht, wie Godzilla sich nähert, fackelt er nicht lange und schießt Kumayama hinterrücks mit einer Pistole in den Kopf. Torahata will mit dem Geld das Weite suchen, aber dann reißt Big G das Gebäude ein und der Schurke wird von den Trümmern erschlagen. Nun wendet sich der Riesensaurier dem gigantischen Brutkasten zu und zertrümmert diesen. Bevor er allerdings auch noch das Ei vernichten kann, erscheint Mothra auf der Bildfläche - auch die Feen sind da und gesellen sich zu Sakai, Junko und Miura. Ein rasanter Monsterkampf beginnt - Mothra entfacht mit ihren Flügeln einen Sturm und schleift Godzilla an dessen Schwanz durch die Gegend, aber dann ist sie am Ende ihre Kräfte und setzt als letzte Waffe ihren gelben Flügelstaub ein. Von Godzillas Hitzestrahl getroffen, legt sich die sterbende Mothra auf ihrem Ei ab.

Nun unternimmt das Militär unter Einsatz von Panzern und Flugzeugen einen erneuten verzweifelten Angriff auf Big G. Mit Brandbomben gelingt es, Godzillas Kopf kurzzeitig zu entflammen, und zusätzlich wird das Ungeheuer mit künstlichen Blitzen aus einem Starkstromgenerator traktiert. Mit Stahlnetzen, die von Flugzeugen über Big G abgeworfen werden, wird die Kraft der Blitze verstärkt, aber dann brennen die Starkstromleitungen durch - der Plan ist gescheitert. Godzilla zerstrahlt die Panzer und trampelt auf die Docks zu. Inzwischen schlüpfen aus dem Riesenei unter dem permanenten Gesang der Zwillingsfeen zwei gigantische Larven aus, die in Richtung Godzilla robben. Der bewegt sich gerade auf die Insel Iwa zu, wo eine Schulklasse nichtsahnend unterwegs ist. Während Big G das Inseldorf verwüstet, können sich die Kinder und ihre Lehrerin in einer Höhle verstecken. Sakai, Junko, Miura und ein weiterer Reporter namens Nakamura fahren mit einem Boot nach Iwa, unterdessen nehmen die Riesenlarven den Kampf gegen Godzilla auf. Eine Larve beißt Big G in den Schwanz, dann beginnen beide, den Saurier einzuspinnen. Sakai & Co. bringen die Schulklasse in Sicherheit, während Godzilla, in einen Kokon eingesponnen, bewegungsunfähig ins Meer stürzt. Anschließend kehren die Larven zusammen mit den Feen zur Mothra-Insel zurück, die Menschen winken ihnen hinterher.

Kommentar:

Godzilla und die Urweltraupen ist zweifellos einer der märchenhaftesten Filme der Reihe. Die Riesenmotte Mothra und ihre Feen haben ihren Ursprung in Ishiro Hondas Mothra bedroht die Welt (1961). Während Mothra sich für die Menschen einsetzt, ist Godzilla hier wieder so gefährlich und bösartig wie in Hondas Erstling von 1954. Der hier verwendete Godzilla-Anzug, der "Mosugoji", gilt unter Fans als einer der besten. Er fällt durch seinen markanten Kiefer und die besonders fies aussehenden Augen aus. Mothra hingegen ist kein Mann in einem Gummikostüm, sondern es handelt sich bei ihr um eine Puppe, die durch Fäden bewegt wird. Die Larven wurden durch Räder zum Bewegen gebracht. Mothra ist eines der langlebigsten Toho-Monster: Sie tauchte innerhalb der Godzilla-Reihe noch in San Daikaiju Chiyku Saidai no Kessen (1964), Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer (1966), Frankenstein und die Monster aus dem All (1968), Godzilla - Kampf der Sauriermutanten (1992), Godzilla vs. Spacegodzilla (als Feen-Mothra, 1994), Godzilla, Mothra and King Ghidorah - Giant Monsters All-Out Attack (2001), Godzilla - Tokyo SOS (2003) und Godzilla - Final Wars (2004) auf. Außerdem bekam sie neben ihrem Filmdebüt noch drei weitere Godzilla-freie Streifen: Mothra - Das Siegel der Elias (1996), Mothra II - Das versunkene Königreich (1997) und Mothra III - King Ghidorah kehrt zurück (1998).

Godzillas erster Auftritt in diesem Film erinnert positiv an selbigen aus dem ersten Streifen - wie damals sorgt sein Anblick bei den Menschen wieder für panisches Entsetzen. Hier darf Big G im Vergleich zu den letzten beiden Filmen wieder etwas länger durch Modelllandschaften wüten - er hat dafür sogar einen neuen Hitzestrahl bekommen, der nicht mehr so nebelartig aussieht wie der frühere. Diese Zerstörungstour ist entsprechend beeindruckend geraten - Godzilla ist auch sehr oft mit Menschen im Bild zu sehen, was seine enorme Größe zur Geltung bringt. Höhepunkt des Films ist allerdings in jedem Fall der rasant gefilmte Kampf zwischen Godzilla und der Riesenmotte - so eine schnelle Schnittabfolge gab es nie wieder in einem Godzilla-Streifen.

Der Gesang der Zwillingsfeen ist zwar ganz nett, wird aber durch seine Penetranz irgendwann nervig. Übrigens ist der Singsang nicht japanisch, sondern malaiisch - Honda hat diese Sprache gewählt, da das Mothra-Lied möglichst exotisch klingen sollte. Der Gesang der Eingeborenen, der im ersten Viertel des Films kurz zu hören ist, stammt aus Hondas U 2000 - Tauchfahrt des Grauens (1963). In diesem Streifen geht es um das Super-U-Boot "U 2000" (alias Gotengo), das den Kampf gegen das herrschsüchtige unterseeische Reich Mu aufnimmt und zwischendurch auch dessen Schutzgott, die Riesenschlange Manda, besiegt. Es ist nämlich deutlich zu hören, dass die Eingeborenen in Godzilla und die Urweltraupen nicht "Mothra" singen, sondern "Manda".

Erstmals in der Reihe ist Godzilla nicht die einzige Bedrohung - es gibt nun auch menschliche Schurken. Während Mr. Tako in Die Rückkehr des King Kong (1962) nur ein leicht verschrobener Kapitalist war, ist Torahata ein richtiger Fiesling, der auch vor Mord nicht zurückschreckt, wenn es um den Profit geht. Menschliche Bösewichte tauchten fortan immer wieder auf, meistens in Form von Aliens oder größenwahnsinnigen Terroristen.

Einen wesentlichen Teil der Dramatik macht die Musik von Maestro Akira Ifukube aus, der schon bei zwei der drei vorhergehenden Godzilla-Filme für den passenden Sound sorgte. Man kann zwar nicht behaupten, dass er seine grandiose Meisterleistung in Godzilla (1954) in Godzilla und die Urweltraupen noch übertrifft, aber ihm gelang dennoch erneut eine sehr gute Arbeit.

Hauptdarsteller Akira Takarada, hier als Sakai zu sehen, hatte seinen allerersten Filmauftritt in Godzilla (1954). Yuriko Hoshi (geb. 1943) war noch zweimal in der Godzilla-Reihe zu sehen: in San Daikaiju Chikyu Saidai no Kessen (1964) spielte sie den Bruder des Helden, in Godzilla vs. Megaguirus (2000) die Wissenschaftlerin Yoshizawa. Hiroshi Koizumi (Prof. Miura) ist noch aus Godzilla kehrt zurück (1955) bekannt. Die Ito-Sisters Emi und Yumi (geb. 1941) waren damals ein sehr berühmtes japanisches Gesangsduo. Sie waren schon in Mothra bedroht die Welt (1961) als Mothras Feen zu sehen und spielten diese auch in San Daikaiju Chikyu Saidai no Kessen (1964). Der fiese Torahata wird von Toho-Stammschauspieler Kenji Sahara gespielt, während sein Handlanger Kumayama von Yoshifumi Tajima (geb. 1918) verkörpert wird. Tajima war schon in Die Rückkehr des King Kong (1962) zu sehen (wenn auch nur in der japanischen Originalfassung) und war noch einige Male mit dabei: in San Daikaiju Chikyu Saidai no Kessen (1964) spielte er einen sturköpfigen Schiffskapitän, in Befehl aus dem Dunkel (1965) und Frankenstein und die Monster aus dem All (1968) einen General, in Oru Kaiju Daishingeki (1969) einen Detektiven und in Godzilla - Die Rückkehr des Monsters (1984) einen Politiker.

Die Sequenz, in der die Japaner zusammen mit der US-Armee Godzilla angreifen, ist übrigens in der japanischen Originalfassung nicht vorhanden. Allerdings handelt es sich auch nicht um lieblos dazugeschnittenes US-Material wie in Die Rückkehr des King Kong (1962). Die Japaner selbst haben nämlich diese Angriffsszene extra für den US-Markt gedreht, damit die Amerikaner nicht auf die Idee kämen, diesen Film so radikal zu verstümmeln wie den letzten. Diese Szene ist aber auch in der deutschen Fassung enthalten, welche 2004 bei "Marketing" auf DVD erschienen ist.

Insgesamt gehört Godzilla und die Urweltraupen dank seiner dramatischen Musik, den ausgedehnten, perfekt inszenierten Zerstörungsorgien und dem rasanten Monsterfight sicherlich in die Oberliga der Godzilla-Filme, allerdings ist er nicht unbedingt der allerbeste - dagegen spricht beispielsweise der ununterbrochene Singsang der Zwillingsfeen.

 




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